Zentrum für Schmerzmedizin

Stationäre Schmerztherapie

Chronisch kranker Schmerzpatient

Wenn chronische Schmerzen einen eigenständigen Krankheitswert annehmen, ist es für die Betroffenen schwierig, aus der Spirale zwischen Schmerz, Rückzug und Isolation, Hoffnungslosigkeit, zunehmender Unbeweglichkeit und weiterer Schmerzverstärkung herauszukommen. Beispiele sind chronische Wirbelsäulenschmerzen, Kopf-, Gesichtsschmerzen. Im Rahmen der multimodalen Schmerztherapie stellen wir für Sie ein individuell auf Sie zugeschnittenes Behandlungsprogramm zusammen, in dem Sie sowohl mit Medikamenten als auch mit Bewegungstherapie, psychologischer Unterstützung und - wenn sinnvoll - Spritzentechniken aus diesem Teufelskreislauf herausgeholt werden sollen. Zusätzlich nutzen wir Entspannungsverfahren, wie z.B. Autogenes Training oder Relaxation nach Jacobson, um diese Effekte zu verstärken oder sogenannte alternative Verfahren, wie die Traditionelle Chinesische Medizin bzw. Akupunktur. Ergänzend nutzen wie zur Heilung Ergotherapie und Musiktherapie. Wichtig ist dabei, dass alle diese Verfahren in einem festgelegten Konzept in der Hand eines erfahrenen Teams zusammengeführt werden.


Wir bieten Ihnen zur Behandlung das sogenannte multimodale Therapiekonzept an. Dabei werden verschiedene Therapie-„Bausteine“ individuell für jeden Patienten zusammengestellt. Die Behandlungsdauer beträgt im Durchschnitt 10 Tage.

 

Alle Patienten, die für die multimodale Schmerztherapie in Betracht kommen, weisen mindestens vier der folgenden Merkmale auf:

  • Manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit
  • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  •  
  • Gravierende somatische Begleiterkrankung
  • Gravierende psychische Begleiterkrankung
  • Bestehende(r) Medikamentenabhängigkeit oder –fehlgebrauch

Anmeldungen zur stationären Schmerztherapie unter 02224 772 1269   (bitte Wartezeit beachten).

 Vorraussetzung für die Aufnahme ist eine Anmeldung und eine Einweisung durch den Hausarzt oder Facharzt z.B. Orthopäde, Neurologe.

Ambulante Schmerztherapie

Schmerzambulanz / Palliativambulanz

Ambulante Schmerztherapie – Schmerzambulanz/Palliativambulanz

Ebenso werden chronische Schmerzpatienten oder Tumorschmerzpatienten ambulant in unserer Ambulanz behandelt. Auch hier kommt das gesamte Angebot an Therapieverfahren zur Anwendung, also sowohl medikamentöse Verfahren als auch Spritzentechniken, Akupunktur, oder die enge Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten oder Psychologen. Der ermächtigte Arzt ist außerdem QPA (qualifizierter Palliativarzt) und arbeitet im Netzwerk Palliativmedizin (allgemeine ambulante palliativmedizinische Versorgung) eng mit den hausärztlichen Kollegen und Fachärzten zusammen.


 

Anmeldungen zur ambulanten Schmerztherapie unter 02224 772 1269 (bitte Wartezeit beachten, außer bei Notfällen). Voraussetzung für die Aufnahme ist eine Überweisung durch den Hausarzt oder Facharzt z.B.Orthopäde, Neurologe, Neurochirurg.

 

Schmerz -  Krankheitsbilder

  • Chronischer Wirbelsäulenschmerz
  • Kopfschmerz
  • Gesichtschmerz
  • Nervenschmerzen (Polyneuropathie, sympathisch unterhaltener Schmerz  Morbus Sudeck, Phantomschmerz)
  • Fibromyalgie
  • Rheumaschmerz
  • Tumorschmerz
  • Fehlgebrauch von Schmerzmitteln

 

Das Behandlungsspektrum umfasst chronifizierte Schmerzerkrankungen:

  • des muskuloskelettalen Systems, nach Operationen (Beispiel „Postnukleotomieschmerz“), bei erheblichen pathologischen Veränderungen (Beispiel „Skoliose“), bei komplexen Befunden (Beispiel „Spinalkanalstenose“, „neurogene Engpasssyndrome“), im Rahmen von Arthrits und Arthrose
  • als neuropathische Schmerzerkrankungen (Beispiel „M. Sudeck“, „Deafferenzierungsschmerz bzw. Phantomschmerz“), neuropathische Schmerzen bei internistischen Krankheitheitsbildern (Beispiel „diabetische Polyneuropathie“), Schmerzen bei zentralen Erkankungen (Beispiel „Schmerz bei Multipler Sklerose“), als Operationsfolge
  • im Sinne von Kopfschmerzerkrankungen (Beispiel „Spannungskopfschmerz“, „chronic daily headache“ als Komplikation einer Migräneerkrankung, „atypischer Gesichtsschmerz“)
  • als somatoforme Schmerzerkrankungen (Beispiel „Fibromyalgie“)
  • als weitere chronifizierte Schmerzsyndrome (Beispiel „chronifizierter postoperativer Schmerz“, „chronischer Unterbauchschmerz“/„chronischer viszeraler Schmerz“, „Durchblutungsstörungen (Ischämieschmerz)“ ) 
  • als Schmerzerkrankungen mit Fehlgebrauch von Analgetika (Beispiel „Opioidfehlgebrauch“, „medikamenteninduzierter Kopfschmerz“)
  • in Form des Tumorschmerzes in der nicht-palliativen Situation (Beispiel „Schmerz bei Infiltration von Nervenplexus“)

 

Therapieverfahren

  • Medikamentöse Einstellung mit Schmerzmitteln
  • TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation)
  • Therapeutische Lokalanästhesie - Neuraltherapie
  • Physiotherapie
  • med. Trainingstherapie (Sporttherapie, Tanztherapie)
  • Ergotherapie
  • Psychologische Therapie
  • Entzugsbehandlung
  • Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Progressive Relaxation nach Jacobson)
  • Musiktherapie
  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Akupunktur
  • Aromatherapie

 

Minimal-invasive Verfahren:

Wir bieten bei entsprechender Indikation an:

  •  ambulante und stationäre Periduralanästhesie, z.B. „sacrale Überflutung“ bei Wirbelsäulenschmerzen, periduraler Schmerzkatheter mit PCA bei akutem Bandscheibenvorfall ohne Operationsnotwendigkeitselektive Nervenblockaden, z.B. Plexus brachialis-Katheter bei lokalisierten Schmerzen im Arm, distaler Ischiadicus-Katheter bei Schmerzen im Fußbereich
  • Sympathikusblockaden (Ganglion stellatum, Ganglion cervicale superius, Ganglion pterygopalatinum), z.B. bei M. Sudeck, chronischen Kopf- oder Gesichtschmerz
  • komplexe minimalinvasive Verfahren, Facettenblockaden, periradikuläre Therapie (PRT), Pashakath© bei chronifizierten Wirbelsäulenschmerzen, auch in Zusammenarbeit mit assoziierten Orthopäden und Neurochirurgen

 

Ich habe chronische Schmerzen. Wie melde ich mich zur Schmerztherapie an?

Die Schmerzabteilung ist montags bis freitags zu den Telefonsprechzeiten (10:00 – 11:30) unter 02224 772 - 1269 bzw. – 1194 zu erreichen.

Vor Terminvergabe wird Ihnen ein Schmerzfragebogen versandt, den wir ausgefüllt vor Behandlungsbeginn benötigen, um Ihre Therapie bestmöglich vorzubereiten.

Außerdem können wir – auch in Verbindung mit Ihrem Haus- oder Facharzt – klären, ob für Sie eine stationäre oder ambulante Behandlung in Frage kommt.

Die Aufnahme erfolgt über eine Überweisung durch Ihren Hausarzt oder Schmerztherapeuten.

Informationsflyer Multimodale Schmerztherapie

QKK Behandlungsqualität nachhaltig verbessern

Anästhesie

Chefarzt

Priv. Doz. Dr.med. Stefan Wirz

Facharzt für Anästhesie, Intensivmedizin,

Palliativmedizin und Schmerztherapie

 

 

Oberärzte

Dr.med. Eric-Oliver Griesch

Dr. med. Christopher Klein

 

Sekretariat

Regina Pütz

Tel. 02224 772 1194

anaesthesie(at)cura.org